Lenzspitze

Alle Routen sind sehr lohnend und gehören zu den Klassikern des Saastals

Die Lenzspitze ist mit 4'294 m ü. M. auf Platz 12 der höchsten Berge der Schweiz und wurde im Jahr 1870 erstmals bestiegen. Foto von Ludwig Weh.

Die Lenzspitze schliesst sich nahtlos an die Kathedralen des Täschhorns und des Doms an. Ihr Äusseres ist ebenso aufstrebend, sie hat aber einen wilderen, beinahe unnahbaren Charakter. Drei Wände und drei Grate formen diesen eher schmalen Berg. Die WSW- und die SE-Wände sind felsig, die nach NNE ausgerichtete Wand beherbergt die Reste eines steilen Gletscherfeldes, das als «Dreieselswand» bekannt ist. Dank der sehr hoch gelegenen Mischabelhütte ist die Lenzspitze relativ gut zugänglich und wird meist zusammen mit dem Dom oder dem Nadelhorn bestiegen. Die Grate weisen nur in den unteren Abschnitten relativ festen Fels auf. Alle Routen sind aber sehr lohnend und gehören zu den Klassikern des Saastals. Die Aufstiegsrouten meidet man am Besten im Abstieg, die beste Abstiegsroute führt über das Nadelhorn zum Windjoch.

Wenn man in Saas-Fee von der «Lenzspitze» redet, entlarvt man sich unweigerlich als «Üsserschwiizer». Die Einheimischen bezeichnen den Berg nämlich konsequent als «Südlenz».